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„Die katholische Stimme im Blätterwald“

Tradition und Zukunft gehen bei der Verlagsgruppe „Liborius“ seit über 120 Jahren Hand in Hand: Auch in schwierigen Zeiten ist der Verlag mit Sitz im westfälischen Hamm seinen christlichen Grundwerten treu geblieben und erreicht bis heute über seine Zeitschriftentitel „Liboriusblatt“, „Bayerisches Sonntagsblatt“ und „Christliche Woche“ eine große Leserschaft.  Das Internetportal „Liborius.de“ hat sich seit 2008 zu einer starken Digitalmarke für Gläubige aller Konfessionen entwickelt. Mit dem „Liborius-Stellenmarkt“ als ersten christlichen Stellenmarkt Deutschlands betritt die Verlagsgruppe einmal mehr Neuland.

August Thiemann (1958 – 1938) war ein Mann mit festen Grundsätzen: Er fühlte sich seiner westfälischen Heimat ebenso verbunden wie dem christlichen Glauben. Das Festhalten an der Tradition und den christlichen Werten war ihm ebenso selbstverständlich wie der Wille zum Gestalten. Gerade in der Folge des „Kulturkampfes“, in der das Verhältnis zwischen Staat und Kirche ebenso neu geordnet wurde wie die Gesellschaft selbst, war es ihm ein Anliegen, den Menschen Halt und Orientierung zu geben. Im Jahr 1881 gründete August Thiemann den Verlag „Breer&Thiemann“, aus dem am 13. März 1899 die katholische Familienzeitschrift „Liboriusblatt“ hervorgegangen ist. In den Hochzeiten verkaufte der Titel rund 200.000 Exemplare.

Bis heute gehört das katholische Wochenmagazin unter Chefredakteurin Andrea Groß-Schulte zu den starken Marken der Verlagsgruppe „Liborius“. Darüber hinaus bietet das Haus mit dem „Bayerischen Sonntagsblatt“ und der „Christlichen Woche“ als ökumenisches Angebot zwei weitere starke Print-Titel, die nicht nur über die wichtigsten Ereignisse und neuesten Entwicklungen in Religion und Gesellschaft informieren, sondern auch Rat und Lebenshilfe im christlichen Geist bieten. Darüber hinaus schätzen die Leserinnen und Leser aller Liborius-Titel die anspruchsvolle Unterhaltung in Kurzgeschichten, Gedichten und humorvollen Erzählungen. Die Geschäftsführung hat seit 1993 Dr. Rudolf Thiemann als Enkel des Verlagsgründers inne. Zudem übernimmt er innerhalb des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger Verantwortung für die Interessen der konfessionellen Presse. Sein ehrenamtliches Engagement als Vorsitzender des Fachverbandes „Konfessionelle Presse“ wurde 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Immer wieder ist es der Verlagsgruppe „Liborius“ in seiner 120-jährigen Tradition gelungen, neuen Herausforderungen zu begegnen und schwierige Zeiten zu gestalten: So musste beispielsweise das „Liboriusblatt“ im Jahr 1939 auf Druck der Nationalsozialisten in „Der Familienbote“ umbenannt werden, bevor das Magazin 1944 wegen des Zweiten Weltkriegs für einige Jahren komplett eingestellt wurde. Vor allem wegen des großen Rangierbahnhofs gehörte Hamm am Rande des Ruhrgebiets zu den bevorzugten Zielen der Alliierten. Bereits im Jahr 1949 erschien die erste Nachkriegsausgabe des „Liboriusblattes“, das in den folgenden Jahrzehnten eine neue Blütezeit erlebte. Die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft stellte das Magazin aber alsbald vor die gleichen großen Herausforderungen wie die gesamte Verlagsgruppe, denen man bis heute mit viel Kreativität und Wagemut begegnet. Gleichzeitig ist die katholische Erlebniswelt „Liborius.de“ ein Beleg dafür, dass Weiterentwicklung im Hause „Liborius“ stets auf Basis der traditionellen Verlagswerte passiert: Seit 2008 ist das Portal mit den Themenschwerpunkten Glaube, Wissen und Kultur zu einer starken Digitalmarke erwachsen, die das Verlagsportfolio konsequent und zeitgemäß ergänzt. Im Sommer 2017 hat die Verlagsgruppe mit dem Online-Angebot „Liborius-Stellenmarkt“ den ersten christlichen Stellenmarkt Deutschlands auf den Weg gebracht. Das Portal richtet sich an Unternehmen und Arbeitssuchende gleichermaßen, denen über die qualifizierte Arbeit hinaus auch die christlichen Werte wichtig sind.

Zu den besonderen Höhepunkten in der langen Geschichte des Liborius-Verlages gehört die Privataudienz bei Papst Johannes Paul II. im Jahr 1999: Seinerzeit empfing der Heilige Vater zum 100-jährigen Bestehen des Liboriusblattes rund 300 Leser und Vertreter aus Redaktion und Verlag. Seinerzeit betonte Papst Johannes Paul II., dass der bunte Blätterwald vielfältiger Meinungen förmlich nach einer katholischen Stimme rufe: „Was die Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils beschlossen haben, hat von seiner Dringlichkeit nichts eingebüßt: ,Um die Leser ganz mit christlichem Geist zu erfüllen, soll auch eine katholische Presse gefördert werden, die diesen Namen wirklich verdient´“.